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Der neue Tag vom 23.11.2016

Neuer Tag vom 3.5.2016Neuer Tag vom 3.5.2016

Roggenstein. (dob) „Wenn alles
in der Kirche passt, dann über-
sieht man die Mesner leicht –
und keiner nimmt Notiz von ih-
nen.“ Für die langjährige Mes-
nerin Maria Maier war es ein
ganz und gar bewegender Mo-
ment, als sie Weihbischof Rein-
hard Pappenberger mit der ho-
hen Auszeichnung der Bischof-
Johann-Michael-von-Sailer-Me-
daille überraschte.
Im Namen von Bischof Dr. Rudolf
Voderholzer solle er ihr diese Würdi-
gung überbringen, sagte er zur Mes-
nerin.
Als Zeichen der Wertschätzung
verleihe ihr der Bischof von Regens-
burg für ihren großen Einsatz im
Dienst der Kirche diese Medaille.
Der Mesnerdienst sei nicht weniger
wert als der Bischofsdienst. Maria
Maier sorge nicht nur seit 20 Jahren
unermüdlich für die Sauberkeit in
der Pfarrkirche, die eine prägende Vi-
sitenkarte nach außen bilde, sondern
sie kümmere sich zudem um die Kir-
chenwäsche, bereite für die Gottes-
dienstfeiern alles vor oder räume
wieder ab.
Diese Arbeiten verlangten ein stän-
diges Bemühen. Normalerweise sei
der Weihbischof kein Freund des Bei-
falls in der Kirche. In diesem Fall sei
Applaus jedoch angebracht. Die
Gläubigen folgten dem Aufruf, der
82-jährigen Mesnerin eine lautstarke
Ehrerweisung zu entbieten.
In der Bezirkshauptstadt stehe seit
Mai vor dem Regierungsgebäude die
Statue des Bischofs Johann Michael
Sailer, der von 1829 bis 1832 Oberhir-
te von Regensburg war. Er sei der Be-
gründer einer innerlichen und dabei
duldsamen Richtung innerhalb der
katholischen Kirche gewesen und
zähle zu den Pionieren der Pastoral-
theologie. Mehr als 1000 junge Geist-
liche habe Sailer während seiner
30-jährigen Lehrtätigkeit geprägt.
Die Bischof-Sailer-Medaille sei von
der Diözese als zweithöchste Ehrung
geschaffen worden. „Das ist eine be-
achtliche Auszeichnung für Ihren un-
ermesslichen Dienst, den Sie für uns
alle leisten.“ Das könne gar nicht
hoch genug eingeschätzt werden,
sagte Weihbischof Pappenberger zu
Maria Maier.
W enn alles in der
Kirche passt, dann
übersieht man die Mesner
leicht.
Weihbischof Reinhard
PappenbergerRoggenstein. (dob) „Wenn alles in der Kirche passt, dann über- sieht man die Mesner leicht – und keiner nimmt Notiz von ih- nen.“ Für die langjährige Mes- nerin Maria Maier war es ein ganz und gar bewegender Mo- ment, als sie Weihbischof Rein- hard Pappenberger mit der ho- hen Auszeichnung der Bischof- Johann-Michael-von-Sailer-Me- daille überraschte. Im Namen von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer solle er ihr diese Würdi- gung überbringen, sagte er zur Mes- nerin. Als Zeichen der Wertschätzung verleihe ihr der Bischof von Regens- burg für ihren großen Einsatz im Dienst der Kirche diese Medaille. Der Mesnerdienst sei nicht weniger wert als der Bischofsdienst. Maria Maier sorge nicht nur seit 20 Jahren unermüdlich für die Sauberkeit in der Pfarrkirche, die eine prägende Vi- sitenkarte nach außen bilde, sondern sie kümmere sich zudem um die Kir- chenwäsche, bereite für die Gottes- dienstfeiern alles vor oder räume wieder ab. Diese Arbeiten verlangten ein stän- diges Bemühen. Normalerweise sei der Weihbischof kein Freund des Bei- falls in der Kirche. In diesem Fall sei Applaus jedoch angebracht. Die Gläubigen folgten dem Aufruf, der 82-jährigen Mesnerin eine lautstarke Ehrerweisung zu entbieten. In der Bezirkshauptstadt stehe seit Mai vor dem Regierungsgebäude die Statue des Bischofs Johann Michael Sailer, der von 1829 bis 1832 Oberhir- te von Regensburg war. Er sei der Be- gründer einer innerlichen und dabei duldsamen Richtung innerhalb der katholischen Kirche gewesen und zähle zu den Pionieren der Pastoral- theologie. Mehr als 1000 junge Geist- liche habe Sailer während seiner 30-jährigen Lehrtätigkeit geprägt. Die Bischof-Sailer-Medaille sei von der Diözese als zweithöchste Ehrung geschaffen worden. „Das ist eine be- achtliche Auszeichnung für Ihren un- ermesslichen Dienst, den Sie für uns alle leisten.“ Das könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, sagte Weihbischof Pappenberger zu Maria Maier. W enn alles in der Kirche passt, dann übersieht man die Mesner leicht. Weihbischof Reinhard Pappenberger

Roggenstein. (dob) Wohl einmalig
dürfte die Firmung in der Pfarrkir-
che St. Erhard bleiben, die zum
100. Geburtstag in die Jubelfeier
eingebettet wurde. Elf junge Chris-
ten empfingen von Weihbischof
Reinhard Pappenberger das Sakra-
ment der Firmung. Die Sprecherin
des Pfarrgemeinderates, Birgit Gösl,
wertete die Firmung als hoffnungs-
volles Zeichen, wenn sich junge
Menschen heute wie auch in Zu-
kunft uneingeschränkt zu ihrem
Glauben bekennen und auch bereit
sind, eine lebendige, christliche Ge-
meinde mit zu gestalten. Kirchen-
pfleger Manfred Zeitler merkte zu
allem Jubel auch kritische Worte
an. Auch in Roggenstein hätten sich
einige aus dem dörflichen als auch
aus dem kirchlichen Leben verab-
schiedet. Die Spendung des Firmsa-
kraments sei jedoch ein Symbol da-
für, nach vorne zu blicken. „Wir al-
le sind aufgerufen, alles zu tun, da-
mit auch in Zukunft in den nächs-
ten Generationen der christliche
Glaube noch eine Rolle spielt, denn
mit einem sogenannten Folklore-
Christentum ist es nicht getan.“ Brü-
ckenbauer mit Christus – das Thema
des großen Katholikentages in Re-
gensburg – bleibe eine Herausfor-
derung in unserer Zeit. Gefirmt
wurden: Ella Axmann und Elias
Gösl aus Roggenstein; Theresa
Beimler, Sascha Birner, Svenja Gie-
ler, Franziska Reil und Lea Steger
aus Kaimling; Mathias Braun aus
Zeßmannsrieth; Selina Greiner, Ma-
rie Lanzendörfer und Fabio Voith
aus Matzlesrieth. Bild: dob

Roggenstein. (dob) Den Geld-
beutel durften die Pfarreiange-
hörigen am Jubelsonntag zu
Hause lassen, denn sie waren al-
le Gäste der Jubiläumspfarrei.
Einmal in 100 Jahren sei das
schon möglich, vertraten Pfarrer
Gerhard Schmidt und Kirchen-
pfleger Manfred Zeitler die Mei-
nung.
Nach dem Gottesdienst trafen sich
alle Besucher im Festzelt an der Pfar-
rer-Kreuzer-Straße zum Weißwurst-
frühstück mit frisch gezapftem Bier
oder alkoholfreien Getränken. Im
Pfarrheim tischte der Pfarrgemeinde-
rat den Ehrengästen ein Mittagessen
auf. Nachdem sich Bürgermeister
Andreas Wutzlhofer nach der kirchli-
chen Feier in den Urlaub verabschie-
det hatte, übernahm zweiter Bürger-
meister Uli Münchmeier die Festrede
im Pfarrheim. Münchmeier erinnerte
an die Einweihung der Roggensteiner
Pfarrkirche im letzten Friedensmo-
nat vor Beginn des Ersten Weltkriegs,
der so viel Leid und Tod über ganz
Europa brachte. Die wechselhafte
und spannende Geschichte des Ortes
beleuchtete der Redner ebenfalls:
Von der ersten Nennung im Jahre
1150 noch unter dem Namen Ra-
ckendorf über das 14. Jahrhundert zu
Rackenstein, bis ab dem 15. Jahrhun-
dert der heutige Name Roggenstein
erstmals erwähnt wurde, der eng mit
der Geschichte der Pfarrei und Kir-
che verbunden ist. Die Erwähnung
im Pfarreienverzeichnis um 1350 als
Pfarrei Rackenstein zeige die lange
Geschichte und Tradition dieser Kir-
che hier im Ort. Wechselnde Grund-
herren und Adelsfamilien, die Refor-
mation, Dreißigjähriger Krieg, Hun-
gersnöte, Missernten, Krankheiten
und Seuchen sowie mehrere Brände
– nichts hielt die Menschen davon
ab, den Ort, die Pfarrei und vor allem
die Kirche immer wieder instand zu
setzen, zu reparieren, zu renovieren,
zu erweitern oder – wie eben im Jahr
1911 – zu beginnen, eine neue, grö-
ßere und schönere Kirche für Rog-
genstein zu bauen. Diese Baumaß-
nahmen waren und sind bis heute
immer mit großen Opfern, Aufwand
und finanziellen Mitteln der Pfarrei
und deren Angehörigen verbunden
und werden im Glauben an Gott von
den jeweiligen Generationen vor Ort
gerne erbracht, hob der stellvertre-
tende Bürgermeister hervor.
Auf Tradition achten
Man müsse den Vorvätern, Bauher-
ren und Architekten für die schöne
Ausgestaltung der Roggensteiner
Pfarrkirche dankbar sein. Die Diöze-
sen, Pfarreien, Pfarrangehörigen –
aber auch der Freistaat und die Kom-
munen – seien aufgefordert, nicht
nur den architektonischen und bau-
lichen Erhalt der Kirchen zu bewälti-
gen, sondern auch die Lebendigkeit
und Tradition des geistlichen und
gottesdienstlichen Lebens zu erhal-
ten. Der Sprecher hob die gute part-
nerschaftliche Zusammenarbeit zwi-
schen Kommune und Kirche, beson-
ders mit Pfarrer Gerhard Schmidt,
hervor. Als Geschenk brachte
Münchmeier eine Spende der Stadt
für den Bauunterhalt der Kirche mit.
Norbert Freundorfer als offizieller
Vertreter der Stadt Weiden übermit-
telte die Grüße des Oberbürgermeis-
ters Kurt Seggewiß sowie den Dank,
dass hier in Roggenstein Weidener
Bürgern in Trauschendorf und
Muglhof ein Stück Heimat gewährt
werde. Freundorfer überreichte
ebenfalls ein Kuvert an Pfarrer
Schmidt. Zwei Drittel der Gläubigen
wohnen auf Vohenstraußer Gebiet,
ein Drittel auf Weidener Stadtgebiet,
informierte Pfarrer Schmidt, der die
Einweihungsurkunde der Kirche mit
ins Pfarrheim gebracht hatte. Diese
Gründungsurkunde besitze jede Fa-
milie in Roggenstein. Pfarrer Schmidt
zeigte den Gästen Aufnahmen, als
Sturm „Emma“ im Februar 2008 das
Kirchturmkreuz fast zum Abstürzen
brachte. Manfred Zeitler dankte
Weihbischof Reinhard Pappenberger
mit einem gefüllten Korb voller hei-
mischer Spezialitäten.
Zum Weißwurstfrühstück am Jubiläumstag der Pfarrkirche St. Erhard gab’s natürlich zünftige Blasmusik von der
Roggensteiner Jugendkapelle unter Leitung von Josef Wolfrath. Bild: dob (2)
Zweiter Bürger-
meister Uli
Münchmeier (rechts)
brachte zum 100. Ge-
burtstag der Pfarr-
kirche eine Spende
für den Bauunterhalt
mit, die er an Pfarrer
Gerhard Schmidt
(links) übergab.

Roggenstein. (dob) Restlos be-
geistert verließen die Besucher
nach dem Jubiläumskonzert un-
ter dem Titel „Herr, wenn ich nur
Dich habe“ die Pfarrkirche St.
Erhard. Mit Susanne Hofmann,
Astrid Wolfrath und Klara
Bäumler, läuteten drei Meiste-
rinnen konzertanter Musik die
Feierwoche zum 100. Jubiläums
des Baus der Pfarrkirche im Lu-
hetal-Ortsteil ein. Mit ihrer klin-
genden Gebetsreise durch die
Jahrhunderte setzten sie einen
Glanzpunkt im Festjahr.
Da Organistin Klara Bäumler aus
Floß und Violinistin Astrid Wolfrath
(lebt im oberbayerischen Weilheim)
aus der Pfarrei stammen und mit der
bekannten Vohenstraußer Violonistin
Susanne Hofmann, die jetzt in Mag-
deburg lebt, seit ihrer Schulzeit be-
freundet sind, wollten sie zum Jubilä-
umsjahr einen Beitrag leisten. Daher
trugen sie sich für dieses klassische
Konzert bei Pfarrer Gerhard Schmidt
an, der das Angebot natürlich mit of-
fenen Armen entgegennahm.
Wieder einmal bewährte sich das
in der Abendsonne erleuchtete Got-
teshaus mit seiner hervorragenden
Akustik als ideale Kulisse für ein Kir-
chenkonzert. Mit sensibel ausge-
wählten Stücken eröffneten die drei
Musikerinnen die Festwoche, die am
Sonntag, 22. Juni, mit dem großen
Pontifikalgottesdienst mit Weihbi-
schof Reinhard Pappenberger aus
Regensburg ihren Höhepunkt errei-
chen wird.
Spielfreude mal drei
Die Musikliebhaber konnten sich in
der gut gefüllten Kirche Zeit nehmen
zum Entspannen, Konzentrieren und
Einlassen auf den Klang der Instru-
mente. Die Ausstrahlung, die von
den drei begnadeten Künstlerinnen
ausgeht, speiste sich durch die Stärke
der drei Solistinnen und ihrem ge-
meinsamen Willen, das jeweilige
Werk in den Vordergrund zu stellen.
Sie warfen sich immer wieder die
kontrapunktischen Bälle zu und
übertrugen die Spielfreude auf die
Zuhörer.
Der Münchner Hofkonzertmeister
und Tondichter Evaristo Felice dall’
Abaco verband in seinen Konzerten
auf glückliche Weise Strenge mit mu-
sikalischem Charme. Dennoch ist
sein Name heute nur Kennern der Al-ten Musik bekannt. Feierlich und fili-
gran in den Klängen trug das drei-
köpfige Ensemble das „Grave e Ciac-
cona“ vor.
Das Choralvorspiel „Ich ruf’ zu Dir,
Herr Jesus Christ“ stammte vom dem
Barockgenie Johann Sebastian Bach,
den Bäumler zum Leben erweckte.
Ihre Finger huschten über das Tas-
teninstrument, das aus der Werkstatt
der Dresdner Orgelbaufirma Kristian
Wegscheider stammt und vor drei
Jahren den kirchlichen Segen erhielt.
Geschickt steigerten sich die Werke
und geschlossen und harmonisch
traf das weibliche Ensemble die ed-
len Klänge von Wolfgang Amadeus
Mozart und Jean-Marie Leclair L’Ai-
né. Vom italienischen Komponisten
Marco Uccellini (1603 bis 1680)
stammte die Aria sopra la Bergamas-
ca für zwei Violinen und Basso conti-
nuo. Der norwegische Komponist
und Dirigent Johan Svendsen hinter-
ließ eine Violinromanze in G-Dur für
Violine und Orgel op. 26, die ihn be-
rühmt machte und die ergreifend
schön und einfühlsam erklang.
Herzliche Wohlfühlmusik
Nur 53 Jahre alt wurde der Nürnber-
ger Komponist Johann Pachelbel, ei-
ner der wichtigsten Komponisten der
süddeutschen Orgeltradition. Brillant
und mit anhaltender Spannung be-
schenkten die Künstlerinnen schließ-
lich die Besucher noch mit Pachel-
bels Kanon in D-Dur, einer Sakral-
musik die mühelos die Herzen er-
reichte und Wohlfühl-Klassik zum
Schluss bot.
Die Zuhörer dankten für die leb-
hafte Darbietung mit langanhalten-
dem Applaus. Kirchenpfleger Man-
fred Zeitler bekannte: „Die Musik hat
unsere Herzen und Seelen erreicht
und vielleicht sogar ein bisschen ins
Klingen gebracht.“ Die Musik und
die Atmosphäre der schönen Hau-
berrisser-Kirche hätten wunderbar
zusammengepasst.

 

Dreikönigstreffen in der Kirche

Der Neue Tag 8.1.2013


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